I will always love you – Rezension

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Whitney Houston … ein Name mit Klang, dem Klang, den jeder sofort mit zig Songs verbindet und der mir schon beim ersten Ton wohlige Gänsehaut beschert. Whitney, die Ausnahmekünstlerin, prägte in den 80ern die Musikbranche. In jeder Diskothek liefen ihre Songs rauf und runter. Mit jedem Lied von ihr verbinde ich meine unbeschwerte Teenie-Zeit; feiern, tanzen, gute Laune.

Auch, wenn ich jede ausgestrahlte Doku über Whitney gesehen habe, war ich sehr neugierig auf das Buch. Ich hoffte, doch noch einige Dinge zu lesen, die nicht durch die Medien gingen. Leider war das Buch dann doch eher eine Biografie von Robyn Crawford, ihrer besten Freundin, die sehr viel von sich selbst preisgab, Whitney dadurch aber sehr blass wirkte.

Das bedeutet nicht, dass es schlecht geschrieben ist. Im Gegenteil. Wer noch nicht all zu viel über Whitneys Leben weiß, fühlt sich hier recht gut informiert. Besonders die Beziehung zwischen den beiden Frauen wird sehr gefühlvoll beschrieben und ist eine wundervolle Liebesgeschichte.

Auch, wenn das Buch für mich keine neuen Informationen enthielt, war es gut und einfach geschrieben und bekommt von mir 3 von 5 Leseherzchen. ♥

Trauma – Rezension

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„Trauma“ ist ein solider Thriller, den ich eher als Krimi bezeichnen würde. Der Klappentext las sich sehr spannend, das Thema war genau nach meinem Geschmack. Anders, als bei meinem zuletzt gelesenen Buch, erfüllten sich meine hohen Erwartungen nicht so ganz.

Angelique Mundt schreibt gut verständlich, ohne Schnörkel und bedient sich einem Ort, der schon einigen Büchern/Filme als Grundlage diente. Eine Psychiatrie bietet aber auch wirklich alles, um in die dunkelsten, menschlichen Abgründe zu schauen, oder? Zumindest empfindet man das als Außenstehender schnell so. Als medizinisch begeisterter Mensch war die Lektüre natürlich ein Muss. Dabei interessieren mich am meisten die Therapieansätze der Ärzte und auf welchen Wegen sie versuchen, den Patienten zu helfen.

Leila ist eine junge Frau, die eigentlich ein tolles Leben führt. Sie ist mit einem netten Mann verheiratet und eine phantastische Sängerin. Singen ist ihre Leidenschaft. Darin geht sie völlig auf. Dann ändert sich plötzlich ihr gesamtes Leben. Sie erwacht in einem fremden Bett, an einem fremden Ort, mit ihr völlig fremden Menschen. Sie findet sich in der geschlossenen Psychiatrie wieder, weil sie angeblich versucht haben soll, sich das Leben zu nehmen. Leila kann das alles nicht glauben und hat nur einen Gedanken … sie will wieder nach Hause, sofort.

Aber wo sind die letzten Stunden geblieben? Warum kann sie sich an nichts erinnern? Sie würde sich doch niemals etwas antun. Sie doch nicht!

Dazu quälen Leila furchtbare Albträume. Sie sieht Blut, Tod und ein Messer. Ist sie etwa eine Mörderin? Wollte sie sich deshalb umbringen? Jemand muss ihr helfen.

Der Anfang des Buches war vielversprechend. Es wurde eine gute Portion Spannung aufgebaut, die sich dann leider nicht mehr durch die restliche Story zog. Für meinen Geschmack wurden Leilas Vermutungen viel zu oft wiederholt. Es gab keine neuen Spuren, Erkenntnisse wurden wie in einer Endlosschleife abgespult. Das setzte die Spannung sehr herab. Ich fühlte mich an diesen Stellen etwas gelangweilt und begann in der Buchmitte diese Passagen einfach zu überspringen.

Die Aufmerksamkeit lenkte die Autorin zwischendrin immer wieder mal auf andere Personen, sodass es schon Spaß machte, selber etwas detektivisch tätig zu werden. Trotzdem das Ende überraschte, tat es das nur in Bezug auf das Motiv. Alles andere war in meinen Augen ziemlich vorhersehbar.

Zu den Personen konnte ich leider auch keine richtige Beziehung aufbauen. Leila jammerte mir zu viel ;-), füllte zu sehr die Opferrolle aus, ihr Mann wirkte extrem passiv.

Fazit: Das Thema war super, leider wurde zu wenig daraus gemacht. Die Personen wirkten blass und nicht authentisch.

Ich vergebe lieb gemeinte 3 von 5 Leseherzchen ♥

Watch – Rezension Thriller

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Ich freue mich immer, wenn ich ein glückliches Händchen bewiesen habe und von dem neuem Lesefutter begeistert bin. Manchmal versprechen Leseprobe und Klappentext spannende Momente, die dann leider doch recht schnell abflachen. Oft liest sich ein Buch tatsächlich so super und hält auf jeden Fall, was es versprochen hat. „Watch“ passt in keine dieser Kategorien, es übertrifft komplett meine Erwartungen. Der Klappentext klingt zwar spannend, wird aber nicht ansatzweise der rasanten, abwechslungsreichen und phantastisch geschriebenen Story gerecht.

Es laufen viele verschiedene Ereignisse parallel, die Orte wechseln, neue Personen tauchen auf. Dennoch wirkt alles geordnet, nichts wirr, Spannungsbögen werden gezogen, ohne, dass sie abflachen. Es gibt keinen Stillstand, man steht als Leser ständig unter Strom und wird wie in einem Strudel mitgezogen.

Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe!

Christina Sieger, 30 Jahre alt, arbeitet als „Blaulichtreporterin“ in Köln, jagt jedem noch so kleinem Polizeieinsatz hinterher, um daraus eine reißende Story zu machen. Aber so richtig glücklich macht sie der Job nicht. Als auch noch ihr geliebter Vater stirbt, scheint eh alles andere fad und sinnlos zu sein. Er war ihr Halt, ihr Ein und Alles.

Während sie versucht, erst einmal alles zu verdrängen und einfach weiter zu machen, wird sie von einer fremden Frau verfolgt, die ihr ein lukratives Jobangebot unterbreitet. Ein paar Wochen in London leben, ein schickes Appartement bewohnen, shoppen für lau und einfach das Leben genießen. Die Bezahlung liegt im fünfstelligen Bereich. Nur ihr altes Leben muss sie für diese Zeit auf Eis legen.

Für Christina (Tina) klingt das wie ein 6er im Lotto. Die Erholung könnte sie gerade gut gebrauchen. Aber sie zögert. Wo ist der Haken?

Im Prinzip steht die Person Tina im Mittelpunkt des Thrillers. Soviel kann man auch dem Klappentext entnehmen. Sie ist aber nur ein Glied in der langen Geschehnis-Kette. Ihr neues Jobangebot ist unweigerlich verknüpft mit Mitgliedern eines Berliner Clans, mit der Arbeit von Europol, mit Flucht, Verrat, Liebe, Gefahr und einem Menschen, der seit ihrer Kindheit einen großen Platz in ihrem Herzen hatte. Ja, hatte. Denn Tina hat großen Mist gebaut. Seitdem klafft an diesem Platz ein großes, schwarzes Loch.

Der Autor Michael Meisheit schildert in diesem Buch, welche Folgen eine totale, lückenfreie Kameraüberwachung haben könnte. Absolut verständlich und gar nicht technisch beschreibt er, dass Überwachung Segen und Fluch zugleich sein kann.

Was ich persönlich sehr sympathisch fand war, wie er das Thema Clan-Kriminalität anging. Fernsehberichte darüber gibt es ja häufig. Oft leider auch mit vielen Vorurteilen belegt und wenig aufklärend. Meisheit ging sehr behutsam vor. Ohne Straftaten zu beschönigen, ließ er immer wieder Vorurteile mit einfließen und nutzte die Figur des deutsch-arabischen Polizisten als Sprachrohr, um mit ironischen Kommentaren diese zu widerlegen. Die Beschreibung seiner Mimik war so plastisch formuliert, dass ich mir sein Augenrollen richtig gut vorstellen konnte.

Für dieses Buch gibt es von mir 5 von 5 Leseherzchen ♥♥♥♥ und eine klare Leseempfehlung.

Bulgur mir Börek und Salat

Heute gibt es mal ein ganz einfaches, schnelles Rezept für Euch, was besonders gut zwischendurch zubereitet werden kann. Vielleicht ein guter Tipp für die wärmeren Monate, wo man leichteres Essen bevorzugt.

Was brauchen wir für 2 Personen? einige Blätter Filoteig, den man auch benutzt, um Apfelstrudel zu backen, 150g Bulgur, etwas Gemüsebrühe, Petersilie, 1 Paprikaschote, etwas Zitronensaft, eine halbe Gurke, 100 g Feta-Käse, 35 g Tomatenmark, 2 Lauchzwiebeln, 200g Joghurt, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer

Zuerst wird Bulgur zubereitet. Während dieser köchelt, kann man sich in Ruhe an den Salat machen.

Brühe mit Wasser auf 300 ml auffüllen und in einen Topf geben. Wer frische Brühe hat, umso besser. Fett etwas abschöpfen und in den Topf geben. Nun noch aufkochen lassen, Bulgur einrühren, salzen und bei geringer Temperatur mit geschlossenem Deckel ungefähr 15 Minuten köcheln lassen.

Nun Gurke und Paprika würfeln, Petersilie zupfen oder hacken und Lauchzwiebeln in Ringe schneiden. Davon die hellgrünen Ringe mit Paprika, Gurke und Petersilie in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer mischen. Etwas Olivenöl und Zitrone dazu, fertig ist der leckere Salat.

Jetzt kann auch der Bulgur vom Herd, sollte aber noch ca. 10-15 Minuten zugedeckt ruhen. Tomatenmark kann aber schon untergerührt werden.

Für die Börek-Füllung einfach den Feta-Käse in ein kleines Schüsselchen bröseln, mit Petersilie und den restlichen Zwiebelringen vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wenn das alles fertig ist, gehts an den Teig. Dazu nehmt am besten gleich 2 Filo-Teig-Blätter und legt sie übereinander. So reißt der Untergrund nicht so schnell und die Füllung weicht nicht gleich durch. Setzt 2 diagonale Schnitte, sodass Ihr 4 Dreiecke erhaltet. Je nach Laune könnt Ihr natürlich die Dreiecke nochmal kleiner machen. Das ist jedem Selber überlassen. Die Füllung wird jetzt einfach auf die Dreiecke gelegt, die Spitzen links und rechts eingeschlagen und alles nach oben hin, zur Spitze eingerollt. Das wars schon. Ich feuchte die obere Spitze immer noch etwas an und drücke den Teig etwas zusammen. So hält es noch besser.

Die Röllchen werden in etwas Öl rundum angebraten. Aber nicht länger als max. 1 Minute, sonst werden sie zu fest. Wer es weniger fettig mag, tupft sie anschließend mit etwas Küchenpapier ab.

Zum Schluss gebt Bulgur und Salat zusammen. Je nach Geschmack könnt Ihr Joghurt und Zitronensaft untergeben und alles schön anrichten.

Rezension: Pirlo – Gegen alle Regeln

*Werbung* Rezensionsexemplar (Foto: vorablesen.de)

Ich muss gestehen, dass ich beim Blättern der Bücherlisten direkt am Cover hängengeblieben bin. Ohne die Story zu kennen, wollte ich es unbedingt lesen. Das Cover ist wirklich toll gestaltet, die Figur Pirlo wird in schwarz-weiß gezeigt, was ich persönlich immer etwas geheimnisvoll finde.
Die Leseprobe hat dann bestätigt … das will ich lesen!!!

Pirlo ist wirklich nicht der typische Anwalt, aber er ist ein TYP. Ein ganz Spezieller. Coole, lockere Kleidung, lange Haare, trinkt gerne einen über den Durst und ist arbeitslos. Er wurde gefeuert.

Während er sich noch in Selbstmitleid suhlt, wird er von einer potentiellen Mandantin kontaktiert. Sie wird des Mordes an ihrem Ehemann verdächtigt und braucht dringend Hilfe. Da Pirlo vor einiger Zeit einen riesen Fall vor Gericht gewinnen konnte, stand er in jeder Zeitung. So wurde auch seine Mandantin auf ihn aufmerksam.

Pirlo wäre nicht Pirlo, wenn er nicht auch ohne Büro und Mitarbeiter arbeiten kann. Ab sofort arbeitete er in seinem Wohnzimmer. Auch eine Assistentin organisierte er auf die Schnelle. Die hätte er aber nie kennengelernt, wenn nicht sein alter UNI-Professor die Initiative ergriffen hätte.

Und dann ist da noch seine Familie. Er Anwalt, seine Brüder Clanmitglieder. Das kann einfach nicht gut gehen, auch wenn er sich von ihnen losgesagt hat.

Ich fand das Buch einfach mega gut. Die Story war schlüssig und gut aufgebaut, der Schreibstil sogar noch besser. Ich habe an vielen Stellen herzhaft gelacht und konnte mir Pirlo samt Assistentin 1 zu 1 vorzustellen. Pirlo war mir von der 1. Sekunde an sympathisch. Wahrscheinlich, weil er ein ganz normaler Typ war. Anders, als man sich Anwälte vorstellt oder sie selber kennt. Er schlägt einfach aus der Art und manchmal über die Stränge. Ist kein steifer Anzugträger, kein Paragraphenreiter. Einfach ein ganz normaler Mensch.

Ich bin begeistert und werde ganz sicher auch die weiteren Bücher der Serie lesen.

Auch, wenn sich die Spannung etwas in Grenzen hält, vergebe ich 5 Leseherzchen, denn ich habe lange nicht mehr so viel gelacht bei einer Lektüre, wie hier. Tolles Buch, meine Empfehlung!!!

♥♥♥