Fußballinterna speziell für Frauen – Teil 2

Nun geht es bald mit der EM in Frankreich los und viele Frauen schmieden schon jetzt Urlaubspläne. Nein, nicht für eine Reise nach Frankreich. Es wird eher ein Kurztrip mit der besten Freundin nach Mailand, ein Wellness-Wochenende oder ein längerer Ausflug mit den Kids. Den meisten Damen geht nämlich das Gegröle und Geschrei ihrer Männer bei solchen Großveranstaltungen gehörig auf den Keks. Sie können nicht besonders viel damit anfangen, dass sich die Herren der Schöpfung über ein Thema streiten, von dem sie letztlich gar nicht profitieren. Was bringt es eigentlich, wenn Deutschland gewinnt oder Spanien ausscheidet? Nichts. Keine Kohle für neue Schuhe, keine Beförderung, kein besseres Leben. Frauen sehen das eben alles viel pragmatischer.

Für die, die ihren Männern doch lieber die Tränen trocknen und ihnen fußballerisch zur Seite stehen möchten, wieder ein paar Interna, mit denen Ihr glänzen könnt. Eure Männer werden staunen.

frankreichflagge-fussballspieler.gif von 123gif.de

  1. Gespielt wird nur mit EINEM Ball. Manchmal kullert ein weiteres rundes Objekt über den Rasen. Neben Ballons oder verbotenen Gegenständen aus den Zuschauerrängen kann sich schon mal ein 2. Ball dort hin verirren. Schreit sofort „Stopp. Da liegt ein 2. Ball. Abpfeifen“, denn eigentlich muss der Schiedsrichter hier unterbrechen. Es sei denn, der Ball behindert niemanden und verlässt sofort wieder das Feld.
  2. Geht eine Halbzeit (45 Minuten) langsam zu Ende, fragt doch gleich mal, ob die Nachspielzeit schon angezeigt wurde. Hier handelt es sich um meist 2-3 Minuten, die an die offizielle Spielzeit angehängt werden, da während des Spiels einige Verzögerungen auftraten (gelbe/rote Karten, Fouls, Tumulte, Ein-und Auswechslungen).
  3. Egal wie überflüssig Euch ein Spiel vorkommt, es muss nicht explizit immer einen Sieger geben. Viele Spiele werden wohl auch diesmal wieder unentschieden ausgehen. Fragt dann bloß nicht, wer gewonnen hat. Während der Gruppenphase gibt es erstmal nur Punkte. Die Gesamtpunktzahl entscheidet dann, welche Teams in die nächste Runde dürfen.
  4. Wie auch im 1. Teil „Fußballinterna für Frauen“ schon erwähnt, ignoriert bitte das ständige Abseits-Gebrülle der Männer. Beruhigend ist nämlich, dass viele sogenannte Experten die Regel selbst nicht erklären können. Wen es doch interessiert, stellt sich einfach seine Nachbarin vor. Ihr steht an Eurer Wohnungstür (Torhüter) und Eure Nachbarin (gegnerische Mannschaft) versucht sich schon wieder aufzudrängen. Sie will unbedingt einen Kaffee mit Euch trinken. Da niemand aus Eurem Team zwischen Euch steht und Euch den Rücken stärkt, wird die Nachbarin wohl gewinnen und Ihr werdet sie nicht mehr los. So ungefähr wurde früher gespielt. Die Abseitsregel wurde also erfunden, um lästige Nachbarn nicht mehr so nah an sich heran zu lassen. Jetzt muss immer mindestens 1 Person (aus Eurem Team) zwischen Euch und der Nachbarin stehen, damit es KEIN Abseits ist. Somit rückt sie Euch nicht zu sehr auf die Pelle. 😉 Malt es Euch auf und Ihr versteht bestimmt, was ich meine.
  5. Unter den Profis gibt es auch hin und wieder einige Fußballer, die ohne jeglichen Grund laut aufschreien, sich am Boden wälzen und sich schmerzverzerrt jedes erdenkliche Körperteil halten. Nicht immer war es wirklich ein Foul. Sollte jemand nur geschauspielert haben und wurde weder gefoult noch hat er sich selbst verletzt, nennt man das eine Schwalbe. Also gut hinschauen. Frauen haben dafür meist einen besseren Blick als Männer.
  6. Schwangerschaftsverhütung auf dem Platz? Nö, gaaanz anders. Die Pille ist einfach nur der Ball!!!
  7. Wer hält denn da ein Schläfchen? Na hoffentlich niemand. Einnicken tut ein Spieler, der einen einfachen Ball genau vor dem Tor mit seinem Kopf ins Netz befördert. Meist wurde der letzte Spielzug schon so gut vorbereitet, dass der „Einnicker“ eigentlich nichts mehr falsch machen kann.
  8. Eine Notbremse ist alles andere als fairer Sportsgeist, trotzdem immer wieder praktiziert und fällt unter den Begriff technisches Foul. Ein Spieler bemerkt, dass sein Gegenspieler so gut wie auf und davon ist, was wahrscheinlich ein Tor mit sich bringt. Kurzerhand foult er diesen Spieler, damit er den Ball verliert. Er hat somit ein potentielles Tor verhindert. Egal wie die Männer das sehen, bejubeln bedeutet, das Fairplay im Sport zu ignorieren.
  9. Rudelbildung, was für ein tolles Wort. Kurz gefasst kann man sagen, es handelt sich um eine mögliche bevorstehende Klopperei.

Zur letzten WM in Brasilien verfasste ich schon einen ähnlichen Artikel, den Ihr hier gerne nochmal nachlesen könnt.

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