Sicherheit für unsere Fellnasen

Wer Katzen besitzt macht sich oft Sorgen um ihre Gesundheit. Was dürfen unsere kleinen Fellnasen auf gar keinen Fall fressen, was tut ihnen wiederum gar nichts? Ich gebe zu, ich bin da echt übervorsichtig. Wie bei meinem Sohn früher kontrolliere ich mehrmals am Tag die Wohnung auf rumliegende Krümelchen und kriege Schweißausbrüche, wenn ich Fleckchen an einer Zimmerpflanze knabbern sehe. Für alle, die auch solche „Übertiermütter“ sind habe ich mal eine Liste von Dingen erstellt, die unseren Katzen gar nicht gut tun. Die Informationen habe ich aus verschiedenen hoffentlich sicheren Quellen (Tierarzt, Apothekenzeitschrift, Katzenportalen) zusammengetragen und würde mich über ergänzende Infos von Euch freuen.

Bei Lebensmitteln muss ich mir zum Glück nicht ganz so viele Gedanken machen, denn unser Kater mag anscheinend meine Kochkünste nicht und bleibt lieber bei seinem Tierfutter. Aber es gibt auch Ausnahmen. Zum heimlichen Dieb wird er, wenn mein Mann Oliven isst. Dann bettelt Flecki endlos oder schnappt sich in Windeseile mit dem Pfötchen voran eine Frucht und jagt sie durch die ganze Wohnung. Will ich sie ihm wegnehmen, landet sie flugs im Mäulchen und wird in eine geheime Ecke verschleppt. Mundraub betreibt er auch bei meinem Weißkäse mit Leinöl. Steht die Schüssel ein paar Sekunden unbeobachtet in der Küche, sehe ich nur noch anhand der Tapsen, dass da wieder ein Räuber am Werk war.
Beides soll aber nicht ungesund oder gefährlich sein und ich lasse Fleckchen ab sofort seinen Spaß. 😉

Ganz anders verhält es sich mit Zwiebeln, Knoblauch, rohen Kartoffeln und Avocados. Die enthaltenen Stoffe können für Katzen sogar giftig sein. Bei Weintrauben sind sich die Experten nicht sicher, leider, denn unser Kater spielt gerne damit, essen tut er sie anscheinend nicht. Lieber erst gar nicht rumliegen lassen, besser ist besser. Süßwasserfische sollten am besten gegart serviert werden, da sie roh echte Vitamin-B-Räuber sind. Auch das Eiweiß sollte lieber nicht roh gegeben werden (gleiche Wirkung). Ebenfalls verboten sind Schokolade, Kuchen oder andere Süßigkeiten, auch diese sind giftig. Milch hingegen ist wohl erlaubt, kann aber Durchfälle hervorrufen. Deshalb lieber nur selten geben. Leber ist eine Vitamin-A-Bombe und gesund, aber nur in Maßen. Zu oft gefüttert wirkt sie sich negativ auf Knochen und Gelenke aus.

Kommen wir zu Kräutern und Pflanzen. Unbedenklich für die Miezen sollen Thymian, Petersilie, Rosmarin, Lavendel, Lorbeer, Minze, Salbei, Schnittlauch, Oliven, rankende Erdbeeren, Ananas, Zierkohl, Mangoldpflanzen, Frauenhaarfarn, Leuchterblume, Hornveilchen, Siefmütterchen, Hibiskus, Masliebchen, Petunie, Ranunkel, Papyrus und Rosen sein. Verbannen sollte man auf jeden Fall Nachtschattengewächse wie Tomatenpflanzen, aber auch Thuja, Clematis, Geißblatt, Oleander, Geranie, Begonie, Dieffenbachie, Buntwurz, Schneeglöckchen, Tulpe, Traubenhyazinthe, Narzisse, Goldregen, Maiglöckchen, Lilien, Ginster, Glyzinie, Pfaffenhütchen, Vanillestrauch, Schneebeere, Herbstzeitlose, Alpenveilchen, Amaryllis, Azalee, Bogenhanf, Eisenhut, Engelstrompete, Herkulesstaude, Seidelbast, Aronstab, Einblatt, Osterglocke, Kalla, Purpurtute, Kolbenfaden, Ficus, Gummibaum, Korallenbäumchen, Clivia, Palmfarn, Schusterpalme, Weihnachtsstern wie auch der Saft von Christusdorn, Aloe, Wunderstrauch, Wolfsmilch bzw. die Blätter von Philodendron, Flamingoblume, Fensterblatt, Agave oder Efeutute, da manche Pflanzen schon bei Berührung Hautrötungen auslösen können. Also die Liste besonders bei Pflanzen ist lang, daher gut aufpassen.
Eine komplette Liste der Giftpflanzen gibt es auf www.geliebte-katze.de/information/giftpflanzen.html

Weiter gehts mit Reinigungsmittel und sonstigen Dingen, die uns täglich im Haushalt begegnen. Alle Chemiekalien und Medikamente müssen wie bei kleinen Kindern unter Verschluss gehalten werden. Also Vorsicht bei Medizin und Reinigungsmitteln. Hochgiftig sind auch Streusalz, Frostschutzmittel, Enteiserspray, Motoröl, Kühlmittel, Zusatzstoffe für Komposthaufen, Poolwasser wenn chlorhaltig, Schädlingsbekämpfungsmittel, Grillanzünder, Kleber, Farbe/Lacke, Insektenspray- oder Öl, Elektroverdampfer, Fliegenfänger (teilweise), Citronella-Kerzen. Alternativ gegen Mücken und Co einfach Schälchen mit Wasser füllen und Essig, Zitrone, Lavendel, Minze oder Nelke in Ölform dazugeben. Bei der Reinigung der Wohnung entweder komplett auf Ökoprodukte setzen oder während des Wischens o.ä. die Katze in einen anderen Raum bringen und erst wieder reinlassen, wenn die Böden getrocknet sind. Sonst könnte es vorkommen, dass die Katze über die Pfötchen noch mit Resten der Chemikalien in Berührung kommt. Vorsicht auch bei sämtlichen Duftsachen z.B. ätherische Öle, Duftkerzen, Räucherstäbchen. Teebaumöl ist hochgiftig und sollte auch zur Flohbekämpfung niemals eingesetzt werden.

Alkohol und Nikotin schaden nicht nur dem Menschen, auch unsere Tiere werden davon krank. Achtet einfach darauf, dass die Katze weder davon trinkt noch Tabakkrümel oder ganze Zigaretten wegschlabbert. Zugegeben, auch in unserem Haushalt wird geraucht und Fleckchen ist hinter den kleinen Krümeln her wie der Teufel hinter der Seele. Keine Ahnung was der Geruch oder Geschmack bei ihm auslöst, aber er frisst Tabakreste wirklich auf. Selbst der Rauch ist für Katzen schädlich, sogar 2x so sehr wie beim Menschen. Er setzt sich auch aufs Fell und wird von den Tieren abgeschleckt wenn sie sich putzen.

So, ich hoffe, dass Euch die Liste ein wenig hilft, echte Gefahren von übertriebener Vorsicht (wie manchmal bei mir) zu unterscheiden ;-). Unsere kuscheligen Vierbeiner werden es uns danken.

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