Archiv | Juni 3, 2014

Suspended Coffee – 1 x aufschieben bitte

 

Nur 2 Straßen weiter von mir befindet sich in der Kienitzer Str. das Cafe „Jule“. Ein bisschen eingerichtet wie ein Wohnzimmer herrscht dort totale Kiezatmosphäre. 3 kleine Tische vor dem Cafe laden ein den Sonnenschein zu genießen. Im Schillerkiez findet man Cafes an Cafes, aber das „Jule“ hebt sich trotzdem von anderen ab. Sie sind „Suspended Coffee Supporter“. Bis vor kurzem hatte ich keine Ahnung was der Aufkleber an der Scheibe zu bedeuten hat, aber wenn man nur lange genug die Menschen in diesem Cafe beobachtet, erschließt sich einem der Sinn. Neben Bio-Kaffee einer Berliner Rösterei, selbstgemachten Bagelsandwiches und Cheesecakes aus der hauseigenen Backstube wird zwischendrin auch mal ein „aufgeschobener Kaffee“ von den Kunden bestellt. Dann schaute ich immer ganz gespannt hin und erwartete eine spezielle Kaffeesorte oder eine Vorbestellung, die der Kunde dann nach dem Essen mitnahm. Aber nichts dergleichen passierte. Der „aufgeschobene Kaffee“ war nicht sichtbar. Große Fragezeichen taten sich mir auf. Bis ich eines Tages wieder im „Jule“ saß und ein putziger älterer Herr an den Tresen trat. Er fragte ebenfalls nach einem „Aufgeschobenen“ und bekam einen ganz normalen Kaffee in die zitternden Hände gedrückt. Immernoch verstand ich nicht, was da genau ablief. Nun war die Neugier einfach zu groß und ich fragte die nette Frau hinter dem Tresen was es denn damit nun aufsich hat. Mit einem Lächeln wurde mir erklärt, dass die Erfindung des „Suspended Coffee“ aus den USA kommt und in erster Linie Obdachlosen über die kalten Wintertage helfen sollte. Kunden bestellen etwas in ihrem Lieblingscafe und ordern einen „aufgeschobenen Kaffee“ dazu. Diesen bezahlen sie zwar, aber er wird nicht ausgeschenkt. Ein Bon über dieses Getränk landet in einem Behälter und wird aktiviert, wenn ein Bedürftiger danach fragt. So spendet man anonym Kaffee an Menschen, die sich keinen leisten können. Dies gilt nicht nur für Kaffee. Natürlich kann man auch alle anderen Lebensmittel auf dieser Basis spenden. Ich jedenfalls bin oft im kleinen „Jule“ und mir schmeckt mein Kaffee jetzt noch viel besser, wo ich weiß, andere profitieren davon.
Für alle, die mitmachen wollen, einfach mal hier informieren.

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Das tut unseren Haushaltsgeräten wirklich gut

Unsere Kaffeemaschine steht nicht still und auch der Wasserkocher wird täglich beansprucht. Wenn ich was wirklich hasse, dann ist es Kalk. Für die Wasserhähne habe ich ja mein tolles Bref, aber bei der Kaffeemaschine streikte jede Art von Chemiekeule. Zwar haben diese kleinen Tütchen Entkalker auf Zitronensäurebasis den größten Schmutz entfernt und der Kaffee schmeckte am Anfang auch wieder super, leider hielt das nie lange vor. Essig wirkte da schon besser, aber der Geruch ist einfach furchtbar. Endlich, nach ständig wechselnden Mittelchen, habe ich DEN Entkalker gefunden, der mich zufriedenstellt.

Creative Look - Entkalker Dr. Beckmann

Danke Dr. Beckmann, Du hast unserer Kaffeemaschine den A… gerettet. Vor 4 Wochen angewendet, bis heute schmeckt der Kaffee lecker und Kalkkrümel im Wasserbehälter sind nicht zu finden. Auch beim Wasserkocher hat es geklappt. Noch setzt sich nichts Neues fest. Mal sehen wie es in ein paar Wochen aussieht. Bin echt zufrieden, denn ergiebig ist die kleine Flasche auch. Kostet um die 2,- Euro bei Rossmann.

geBALLt gegen ARMUT – Benefiz-Projekt

Schon als Kind war ich mittendrin im Fußballfieber. Was habe ich mit meinem Papa gemeinsam vor dem alten DDR-Fernseher gehangen und die Spiele verfolgt. Klar, der BFC oder Hansa Rostock waren bevorzugte Mannschaften, da wusste man es noch nicht besser und dachte, die Erfolge waren wirklich auf echte Leistungen zurückzuführen. Meine erste WM, die ich ganz bewusst und schon mit recht viel Wissen verfolgte war die WM 1982. Von da an war mein Italien-Feuer entfacht.

Ich gebe zu, dass ich nie Fan der deutschen Nationalmannschaft war. Mir fehlte es an sympatischen, netten Spielern, worauf ich auch heute noch großen Wert lege. Nicht nur die Leistung sondern auch das ganze Drum herum spielt für mich eine große Rolle, um hinter einer Mannschaft stehen zu können. Aber es gab auch Ausnahmen. Spieler wie Schneider, Littbarski oder Basler fand ich echt toll. Leider hatte ich nie die Möglichkeit, diese mal real bei einem Spiel zu bewundern.

In der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ in der Normannenstraße 26/28 in Lichtenberg findet nun am 7.6.14 um 15 Uhr das Benefiz-Spiel „Ball der Stars“ statt. Tickets gibt es hier. Mit dabei sind u.a. meine Idole Maurizio Gaudino und Pierre Littbarski, mein Lieblinstorwart von Hansa Rostock Martin Pieckenhagen, Ciriaco Sforza, Steffen Baumgart, Jens Nowotny, Andreas “Zecke” Neuendorf, Carsten Ramelow, Stefan “Paule” Beinlich, Ioannis Amanatidis, Christian Beeck, Michael Bemben, Ansgar Brinkmann, Marcus Feinbier, Silivo Meissner, Peter Peschel, Roberto Pinto u.v.a.

In einem gemeinschaftlichen Projekt gegen Armut von Gebewo, dem Verein Internationaler Bund und Gangway Berlin wird gekickt was das Zeug hält. Die Einnahmen kommen dem „nepia e.V. für Kinder aus sozial benachteiligten Familien“ zugute.

Der Aktionstag startet um 10.30 Uhr mit dem „Ball der Talente“. Von 10 – 18 Uhr ist ein großes Straßenfest und von 12 – 15 Uhr ein Stadionfest geplant. Trainingseinheiten für Kids mit Marcel Raducanu gibts ab 13.45 Uhr.

Mit dem Aktionstag ist es aber noch nicht getan. In den Herbstferien haben 60 Kinder aus sozial benachteiligten Familien zwischen 8-10 Jahren die Möglichkeit, an einem Trainingscamp teilzunehmen.

Es lohnt sich also dabei zu sein.