Archiv | Mai 27, 2014

Berlin Berlin – Szene-Club Yaam mit neuem Standort

Ständige Yaam-Club-Gänger werden es wissen, alle anderen Partymäuse brauchen den Club ab sofort nicht mehr am Stralauer Platz zu suchen. Yaam ist umgezogen!!! Das neue zu Hause liegt nun in Friedrichshain-Kreuzberg an der Schillingbrücke (vormals Klub „Magdalena“). Yaam (Young African Arts Market) ist aber viel mehr als nur ein Club. Bisher auf weitläufiger Fläche gelegen kann Yaam am treffendsten als multikultureller Szenetreff für Jung und Alt mit leckerem Essen, rhytmischer Raggae-Musik und vielen Möglichkeiten sich outdoor sportlich zu betätigen bezeichnet werden. Kurz gesagt, positives Lebensgefühl in einer lauten Welt. Aufgrund bürokratischer Hürden war bis vor kurzem nicht klar, wo und ob überhaupt das Yaam seine neue Pforten öffnen darf. Der neue Standort bietet nun wieder direkt am Wasser eine riesige Spaß-Zone mit Karibik-Charakter.

Das Grand Opening beginnt morgen und geht 5 Tage lang. Melanie Fiona aus New York eröffnet den musikalischen Reigen und gibt das erste Konzert im Yaam. Mit ihrer unglaublichen Stimme wird sie alle mit ihren R ‘n’ B-Klängen begeistern.

Wer genau wissen möchte, was demnächst alles im Yaam abgeht klickt einfach hier.

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Menschlichkeit gefunden wo kaum einer sucht

Vor kurzem habe ich einen Beitrag (ich glaub in Stern TV) gesehen, wo ein unglaublich sympathischer Arzt in vielen plastischen Operationen das Gesicht eines kleines syrischen Jungen wieder hergestellt hat, der von Granatsplittern getroffen wurde. Mit im Studio saß eine junge Frau, die mit anderen Leuten ein ganz spezielles Kunstprojekt in die Öffentlichkeit getragen hat. Sie ließ die Bevölkerung im Glauben, dass jeder Einzelne ab sofort die Möglichkeit hat, syrische Flüchtlings-Kinder in die eigene Familie aufzunehmen. All das war sehr professionell gemacht, mit gefakter Unterschrift der Familienministerin und Bundesadler etc. Sie erhielten am ersten Tag über 600 Anrufe von bereitwilligen Deutschen, die sich sofort dafür registrierten. Auch wenn diese recht schnell über das Projekt aufgeklärt wurden, ist das natürlich auch etwas fragwürdig, immerhin wurde hier mit den Gefühlen der Menschen gespielt. Aber darauf will ich nicht hinaus.

Das Projekt sollte die Menschen zum Nachdenken bringen und sie wollten der Regierung zeigen, dass Teile der Bevölkerung sehr wohl bereit sind, sich zu engagieren. Begründet hat sie dies auch mit der Tatsache, dass damals während des Krieges deutsche Kinder in genau der gleichen Situation steckten. Jüdische Eltern konnten für sich selbst kaum etwas tun, aber sie wollten ihre Kinder in Sicherheit bringen. So wurden Züge mit deutschen Flüchtlingskindern nach England gebracht. Dort nahmen englische Familien die Kinder auf, trotzdem sie selbst am Minimum lebten.

Diese Menschlichkeit sucht man heute fast vergebens. Kaum ein Land ist wirklich bereit syrische Flüchtlinge aufzunehmen und wenn doch, dann nur in begrenzter Zahl und auch nicht aus tiefster Überzeugung. Um diese Menschlichkeit wiederzufinden, muss man anscheinend in Regionen blicken, wo es Politikern nicht um den schnöden Mammon geht. Beispiel URUGUAY. Der dortige Präsident José Mujica, ein einfacher und bodenständiger älterer Herr, stellt 100 syrischen Waisenkindern samt Begleitung sein Sommerhaus zur Verfügung. In den Medien höchstens bekannt als „ärmster Präsident der Welt“ legt er keinen Wert auf große Reichtümer. 90% seines Gehaltes soll er wohltätigen Zwecken spenden. Luxuskarosse? Fehlanzeige. Er nennt einen alten VW Käfer sein Eigen und scheint sich damit pudelwohl zu fühlen.

Nun werden sich bestimmt einige Politiker denken: „Wenn er ein Sommerhaus besitzt, kann er ja nicht arm sein.“ Richtig!!!Denn er ist einer von ganz Wenigen, die wirklich reich sind. Reich an Menschlichkeit, Herz und Moral. Oder welcher deutsche Politiker kam auf die Idee, sein Haus auf Malle zur Verfügung zu stellen? Wer hat 90% seines Gehaltes gespendet? Bis auf Gysi mit seinen Linken (Spenden an die SOS-Kinderdörfer) hat doch jeder die Erhöhung der Diäten dankend angenommen oder?