Archiv | Mai 10, 2014

Rezept – Schmorbraten made in GDR

 

Pünktlich zur Mittagszeit habe ich ein mir noch gut im Gedächtnis gebliebenes Rezept entdeckt. Ossiblock brutzelt Rinderschmorbraten a la Oma. Die Zutaten habe ich alle da, vielleicht gibt es morgen einen leckeren Sonntagsbraten. Mal sehen was die Zeit so sagt.

Übrigens hat Ossiblock auch was zu feiern. Also schnell mal vorbeischauen und Hände schütteln.

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(N)ostalgie – Übernachtung in der Zelle (2)

… So saßen wir stundenlang im Cafe, feierten schon vor und amüsierten uns über die Polizisten, die Wut schnaubend vor dem „Rendezvous“ auf und ab liefen. Ein einziges Mal erlebte ich, das sie das Cafe betreten durften. Der Grund war mir nicht bekannt, aber zum Glück kamen wir da gerade erst an und konnten uns draußen noch rechtzeitig verkrümeln.

„Verfolgungsjagden“ hatten wir auch jede Menge hinter uns. Als meine Nichte noch keinen Ausweis besaß mussten wir besonders vorsichtig sein. Manchmal wurden wir spät abends fast erwischt. Wenn wir die Polizisten rechtzeitig sahen nahmen wir die Beine in die Hand. Unser „Parcourt“ begann auf der Terrasse vor dem Cafe, führte uns weiter zum nächsten Restaurant, die Treppe hinunter, rein in die Post (sofern noch geöffnet), raus aus der Post, hinten über den großen Parkplatz und … abgehängt. So schnell waren die nicht ;-). Und wir waren ja in Übung.

Nur einmal passten wir nicht auf. Am frühen Abend, wir wollten bald ins AT, standen wir in der 1. Etage vor dem Cafe auf der Terrasse und schauten uns die Leute an. Plötzlich ließ uns eine tiefe Stimme zusammenzucken. „Schönen guten Abend, Wachtmeister XY, ihre Ausweispapiere bitte.“

Huch, wo kamen die denn her? Oh oh, ich sah schon meine Nichte erstarren. Ganz blass um die Nase stammelte sie: „Den hab ich nicht dabei.“ Na die Ausrede haben sie bestimmt 10000 Mal gehört. Außerdem kannten sie uns und auch das Alter meiner Nichte. Grinsend überprüften sie meine Papiere. „Sie können gehen, aber ihre „Schwester“ kommt mit.“ Wir gaben uns damals als Geschwister aus, da fiel das Alter nicht so auf. Insbesondere bei den Türstehern. Als Tante hatte ich die Verantwortung für meine Nichte und hätte sie ums Verrecken nicht alleine gelassen.

Unsere Fahrt ging in die Keibelstr., Polizeirevier in Mitte.

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(N)ostalgie – Übernachtung in der Zelle (1)

In meiner Rubrik „Dufte Sache – Kindheitserinnerungen der Nase nach“ hatte ich beim Thema Intershops angedeutet, dass mir meine exquisiten Ausflüge durch die Produktwelt des Westens nicht nur jede Menge Ausweiskontrollen sondern auch eine Übernachtung in der Zelle eingebracht haben. Aber es spielte noch etwas anderes eine ausschlaggebende Rolle, warum ich von der Polizei unter die Lupe genommen wurde. Das Alter meiner Nichte. Zuerst möchte ich Euch kurz erklären, wie die Umstände für uns „Kinder“ damals waren, wenn wir in die Disco wollten, damit Ihr besser versteht, warum bestimmte Dinge überhaupt passieren konnten. In einem 2. Post berichte ich Euch dann von meinem Erlebnis auf der Polizeistation.

Meine Nichte und ich waren während der gesamten Kinder- und Jugendzeit unzertrennlich und unternahmen alles gemeinsam. So bestritten wir natürlich auch unsere Discoabende zusammen. Ich war noch nicht ganz 16 als ich auf den Geschmack kam, meine Nichte 3 Jahre jünger!!! Rein optisch hätte das locker anders herum sein können, sie wirkte viel älter und reifer als ich. Anfangs gab es wenig Probleme an Türstehern vorbei zu kommen. Ich hatte meinen Ausweis immer dabei und meine Nichte wirkte eh älter.

Anders verhielt sich das bei den fast täglichen Ausweiskontrollen. Unsere Lieblingscafes und Discotheken befanden sich meist im Umkreis des Alexanderplatzes. Dort wurde verstärkt kontrolliert. Man begegnete oft dem gleichen Polizisten mehrfach am Tag und wir machten uns gerne ein Späßchen daraus, schon von weitem den Ausweis hochzuhalten und ihm eine Strichliste entgegenzustrecken. Hatte er einen guten Tag, nahm er es mit Humor. ;-) Tagsüber war auch alles paletti, da konnte uns ja keiner verbieten, auf der Straße herum zu laufen. Ab 20 Uhr wurde es kritischer.

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