(N)ostalgie – Was war nochmal Krusta?

Wir Ossis hatten ja für viele Produkte ganz eigene Namen. Die meisten von Euch wissen inzwischen bestimmt, dass ein Hähnchen Broiler/Goldbroiler genannt wurde, ein Hamburger hieß Grilletta und der Hotdog wurde zur Ketwurst. Gab es bei uns auch Pizza? Naja, so wie Ihr sie kennt, nicht. Man nannte sie Krusta. Statt rund war sie eckig und der Boden war extrem dick. Man konnte sie an diversen Ständen am Alex oder auf dem Weihnachtsmarkt bekommen, aber es gab auch spezielle Krusta-Stuben dafür. Auf der Schönhauser Allee und in der Warschauer Str. war ich selber Krusta essen, andere Orte sind mir heute nicht mehr bewusst.

 

So sah die Speisekarte aus

Creative Look - Krusta-Stube DDR

Ich habe mal ein wenig recherchiert und gesehen, dass der gute Herr Bosler die Wort-Bildmarke an „bb’s KRUSTA STUBE“ und die Wortmarke an „Krusta“ besaß, nun aber beides aus dem Register gelöscht ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, lieber Herr Bosler, bitte ich um eine Info, bevor ich böse Briefe vom Anwalt bekomme. 😉 Diese Bitte geht auch an den möglichen Nachfolger eventueller Rechte. Da ich von etlichen Seiten heftige Geschichten zum Thema Abmahnungen gehört habe, möchte ich hier die Chance nutzen, an die eifrigen Patent- und Markenrechtsanwälte (oder wie man diese genau bezeichnet) diese Bitte weiterzugeben. Wir alle sind nur private Blogger, die sich gerne über bestimmte Produkte austauschen. Niemand will jemandem schaden oder etwas wegnehmen. Wir Blogger wünschen uns nur vorab eine Info, falls wir gegen etwas verstoßen sollten und haben jedes Verständnis dafür, besagte Artikel oder Fotos von der Seite zu nehmen. Abmahnungen, Strafen, Drohungen etc. sind nicht fair und zeugen nicht gerade von Menschlichkeit und Moral. DANKE!

 Und das gab es zu essen

Creative Look - Krusta-Stube DDR

Champignonsuppe stand auf fast jeder Speisekarte, darüber werde ich demnächst mal einen Extrabericht schreiben. Ansonsten konnte man sich für eine Sorte aus 10 bis 15 Verschiedenen entscheiden. Die Teufelskrusta bestand aus ziemlich scharf gewürztem Fleisch, Paprika u.ä. mit Käse überbacken. Auf der Geflügelkrusta war Hühnerfleisch und Gemüse und bei der Spreewaldkrusta konnte man Hackfleisch, Sauerkohl und saure Sahne erwarten.

Salate und Eis gab es auch

Creative Look - Krusta-Stube DDR

Eine reichhaltige Wein- und Spirituosenkarte war in jedem Restaurant ein Muss. Vor kurzem habe ich einen Bericht gelesen, dass die DDR Spitzenquoten beim „Vernichten“ von Alkohol erzielte. Sie schlug damals sogar die Russen. 😉

Creative Look - Krusta-Stube DDR

Creative Look - Krusta-Stube DDR

Wer jetzt Lust hat nach so vielen Jahren nochmal Krusta zu essen, kann sie ganz leicht selber backen. Hier das Grundrezept das ich kenne.

Zutaten für 1 Blech

250g Roggenmehl, 200 g Weizenmehl, 50 g Trocken-Sauerteig, 1 Würfel Hefe, 10 g Salz, 1/4 Tasse Milch, 1 Tl Zucker und 300 ml Wasser

Die Hefe wird in lauwarme Milch gekrümelt und mit dem Zucker vermischt. Die restlichen Zutaten werden vermengt und in eine Schüssel gegeben. In die Mitte kommt eine Mulde, dort hinein gibt man die Milch und arbeitet nun vom Rand her nach innen das Mehl ein. Wasser wird immer zwischendurch Schluck für Schluck dazugegeben. Wenn eine gut knetbare Masse entstanden ist, kann der Teig zugedeckt 1 Stunde gehen. Anschließend Teig ausrollen und aufs Blech legen. Der Krustateig soll dicker werden als bei einer Pizza, also nicht zu dünn ausrollen. Alles nach Lust und Laune belegen und max. 20 Minuten bei 240 Grad backen.

Damit es auch wirklich identisch bleibt, wird die Krusta in viereckige Stücke geschnitten. Man kann es optisch ungefähr mit tiefgefrorene belegte Baguettes vergleichen. Haut rein, Nostalgie pur.

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17 Kommentare zu “(N)ostalgie – Was war nochmal Krusta?

  1. Pingback: Verbotene Genüsse | CENTRALBERLIN Blog

  2. Pingback: Forbidden Food | CENTRALBERLIN Blog

  3. Meine Meinung, der Beitrag ist schon eine sehr kranke Sache. Am besten passen zu den Aussagen die Speisekarten von 1994. Wie kann man so krank und verlogen sein????

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  4. habe in den 80igern in er krustastube gearbeitet herr bosler ist leider schon tot wie diesen Monat auch meine Mama Brigitte dünke die viele jahre dort in der stargarder str, die gäste bediente.

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    • Haha, das ist ja so genial!!!!!Ich hab Huuuuuunger auf Grilletta. 😉 Total klasse! Echt so schade, dass die Grilletta nicht ins Mc-Sortiment aufgenommen wird, aber dann würde event. die normalen Mc-Burger alle liegenbleiben, hihi. Tolle Idee, die Grilletta nachzubasteln.

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  6. Pingback: Krusta | Ossiblock

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