Rezept – Süß-saure Eier ala DDR

Jeder kennt wahrscheinlich das Grundrezept dieses einfachen Essens, aber selten sehe ich es so gekocht wie ich es von früher her kenne. Entweder wird eine Senfsoße beschrieben und/oder die Eier werden hartgekocht in die Soße gelegt. Beide Varianten kenne ich natürlich auch, aber richtige ostdeutsche süß-saure Eier werden aufgeschlagen in Zucker und Essig gekocht.

Wir beginnen wie so oft mit einer Mehlschwitze als Soßengrundlage. Dazu wird ein schönes Stückchen Butter geschmolzen und eine halbe gewürfelte Zwiebel angebraten.

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Ist die Zwiebel schön glasig kann Mehl dazugegeben werden. 2 El reichen aus. Nun ist ganz wichtig, dass ununterbrochen gerührt wird, da Butter schnell schwarz werden kann. Trotzdem sollte man keine Angst haben, wenn die Zwiebeln und die Butter sehr dunkel werden. Das sollen sie sogar. Die Soße muss später richtig dunkelbraun werden. Nach ca. 5 Minuten auf mittlerer Flamme müsste alles die richtige Farbe haben. Jetzt kann mit Brühe abgelöscht werden.

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Auf dem Foto ist gut zu sehen welche Farbe die Soße haben sollte. Auf kleiner Flamme weiterköchelnd kann nun gewürzt werden. Salz, Pfeffer, Zucker und Essig, alles nach Geschmack dazugeben. Anschließend werden die Eier direkt in die Soße geschlagen. Vorsichtig wird zwischendurch ein wenig Soße über die Eier gelöffelt. Auf größerer Flamme muss alles noch ein wenig kochen, bis das Eiweiß fest ist und das Gelbe halbdurch.

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Alles mit Quetschkartoffeln oder Salzkartoffeln servieren und genießen. Guten Appetit meine Lieben.

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8 Kommentare zu “Rezept – Süß-saure Eier ala DDR

  1. ENDLICH!!! ….ein Rezept, in dem die süß-sauren Eier aussehen, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne; und auf die Herstellung bezogen, klingt es auch, als hätte ich nun (nach langem Suchen) auch den tollen Geschmack aus Kindertagen wiedergefunden. Meine Mutter, die die süß-sauren Eier fantastisch kochte, hat sich vor vielen Jahren einfach „aus dem Staub“ gemacht, ohne mir das Rezept zu hinterlassen (Kurz zur Info: Sie ist altersbedingt verstorben, was ja schon traurig genug ist). Wie dem auch sei: Allein beim Anblick der schön dunklen Soße und den darin liegenden Eiern, bin ich glücklich, nach langer Sucherei und vielen Pille-Palle-Rezepten ENDLICH mein Lieblingsgericht aus Kindertagen gefunden zu haben.
    VIELEN HERZLICHEN DANK!

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    • Ui, das freut mich aber!!!Vielen Dank für Dein großes Lob. Die Rezepte habe ich alle von meinem Papa übernommen, der auch leider vor nicht all zu langer Zeit verstarb. Er war für mich immer der beste Koch aller Zeit ;-). Viele Ex-DDRler kochen ähnlich, haben aber nie das i-Tüpfelchen vom „Papa-Essen“ getroffen. Deshalb habe ich mich nach seinem Tod rangemacht und alle Rezepte, die mir in den Sinn kamen und von denen ich noch Original-Rezepte hatte, nachzukochen. So bleibt mir immer ein Stück von ihm erhalten und begegnet mir immer, wenn ich in der Küche stehe.

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      • Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Mir geht es ganz genau so. Deshalb war ich auch so traurig, dass ich das Süß-saure-Eier-Rezept nicht hatte und die Rezepte, die ich fand, schon beim Durchlesen nicht meiner Erinnerung entsprachen (von der Optik ganz zu schweigen…). Ich habe von meiner Mutter auch alle Rezepte übernommen, aber dieses hat sie einfach vergessen, mir aufzuschreiben. Umso größer war nun die Freude, dieses Rezept zu finden und ich bin sicher, „es wird schmecken, wie bei Mutti“. Am Wochenende wird’s gekocht! Nochmals vielen lieben Dank! Wie gut, dass Dein Papa ein ebenso guter Koch war, wie meine Mama!
        Und an alle, die das jetzt lesen: Unbedingt DIESES Rezept nachkochen, weil es DAS Rezept für saugute süß-saure Eier ist!

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  2. Pingback: Süß-saure Eier – ein Klassiker der DDR | Ossiblock

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