Für all die Lieben, die uns so fehlen

gay-0026.gif von 123gif.de Das Leben bedeutet leider nicht immer nur Spaß und gute Laune. Manchmal verlangt es von uns viel Stärke, um sich auf den Beinen zu halten. Kaum einer bleibt verschont von Schicksalsschlägen, die mal mehr, mal weniger tragisch sind. Heute möchte ich einen kleinen Beitrag für all diejenigen verfassen, die einen geliebten Menschen verloren haben und ihnen ein wenig Kraft geben, um es zu verarbeiten.

Ich selber musste im letzten Jahr viele meiner Lieben gehen lassen, sie hatten alle Krebs. Mein Schwiegerpapa verstarb im letzten Jahr kurz vor Weihnachten an Lungenkrebs. Er kämpfte fast 1 Jahr lang dagegen an und verlor den Kampf. Der Krebs hatte gestreut und auch mehrere Chemotherapien halfen ihm nicht mehr, gesund zu werden.
Kurz vor Silvester erfuhr ich von meiner langjährigen Freundin, dass auch ihr Papa an Krebs verstarb. Ich kannte ich aus meiner Jugendzeit und mochte ihn sehr. Er war ein ganz lieber Vater für meine Freundin und es tat mir in der Seele leid, dass ich ihr nur moralischen Beistand leisten konnte.
Das Unglück nahm im Januar weiter seinen Lauf. Mein Papa verstarb an Prostatakrebs. Er fehlt mir sehr. Er war der beste Papa, den ich mir vorstellen konnte. Er lebte 10 Jahre lang mit seiner Krankheit, erlebte Ups und Downs, rappelte sich immer wieder auf, bis sein Körper einfach nicht mehr wollte. Ich durfte 43 tolle Lebensjahre mit ihm verbringen und bin unendlich dankbar dafür. Die Erinnerungen an die schöne Zeit bewahre ich in meinem Herzen auf und rufe sie immer dann ab, wenn ich mal traurig bin. Dann sehe ich das Lächeln meines Papas vor mir und fühle mich geborgen.


Nur 4 Tage später kam ich selbst ins Krankenhaus. Mit starken Blutungen wurde ich auf die Gynäkologische Abteilung gebracht und noch in der selben Nacht operiert, um die Blutungen zu stoppen. Gewebe wurde entnommen und eingeschickt. Die Ärztin sah etwas auf dem Ultraschall, was sie noch nicht genau einordnen konnte. Am nächsten Tag dann der Schock, Gebärmutterhalskrebs. Ich bin wirklich ein enorm starker Mensch, aber bei der Aussage brach ich in Tränen aus und lag einige Stunden ohne etwas zu sagen in meinem Krankenhausbett und plante schon meine eigene Beerdigung. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss war: „Wie sage ich das nur meinem Mann?“ Das wichtigste für mich ist am Leben zu sein, ich habe große Angst vor dem Tod. Warum das bei mir so stark ausgeprägt ist, kann ich nicht erklären, aber ich hänge am Leben, wie sonst kaum jemand. Glücklicherweise wurde ich von Ärzten betreut, die mir noch am selben Tag die Angst fast komplett nahmen und mir 99%ige Heilung versprachen, wenn die Gebärmutter entfernt wird und ich eine anschließende vorbeugende Chemotherapie mache. Natürlich war ich mit allem einverstanden. Ich wollte einfach nur leben. Heute toi toi toi ist alles überstanden. Der Tumor ist weg, die Chemo überstanden. Die Angst vor einem erneuten Ausbruch wird wohl immer im Hinterkopf bleiben, aber ich genieße heute jeden Tag noch mehr als vorher und bin dankbar, dass ich ein 2. Leben geschenkt bekommen habe.
Noch während meiner Chemo besuchte mich meine beste Freundin. Wir saßen bei mir zu Hause am Tisch, aßen Kuchen und lachten wie früher. Sie tat mir gut und ich freute mich schon auch gemeinsame Shoppingtouren nach meiner Therapie. Sie sah ziemlich dünn aus und ich machte mir Sorgen um ihre Gesundheit. Sie beruhigte mich aber und meinte nur, es sei der Stress, der ihr den Appetit verhagelt. Eine Woche später bekam ich einen Anruf ihrer Tochter. Meine beste Freundin lag im Krankenhaus, sie hatte Brustkrebs. Nicht heilbar, gestreut, sieht schlimm aus … diese Worte habe ich heute noch im Ohr. Warum auch noch sie? Ich verstand die Welt nicht mehr. Gerade haben wir noch gemeinsame Pläne geschmiedet und jetzt? Ein paar Tage später schlief sie dann ruhig ein.

Ich weiß nicht, wie man den Hinterbliebenen am besten Trost spendet. Ich habe auch kein Geheimrezept, wie man mit dem Schmerz umgehen kann. Aber ich weiß, dass man jeden Tag als Geschenk sehen sollte, an dem man ohne Stress und Streit seine Zeit am besten verbringt. Ich selber verarbeite Dinge immer am besten, wenn ich sie mir von der Seele schreibe und anderen Menschen in Krisen beistehen kann.

Für alle Krebsopfer, Verstorbene oder die, die tapfer dagegen ankämpfen steht für mich das Symbol des Regenbogens. Immer wenn ich einen sehe, denke ich an meinen Papa und all die geliebten Menschen, die nun nicht mehr da sind. Der Regenbogen ziert z.B. auch das LOGO meiner Kindereventagentur.

logo (2)

Wenn Ihr auch einen lieben Menschen verloren habt, teilt meinen Beitrag doch bitte. Ich bin u.a. auf Facebook vertreten.
https://www.facebook.com/daniela.lungwitz
Vielleicht macht der Artikel anderen Menschen Mut, gegen diese schlimme Krankheit anzukämpfen. Das würde mich wirklich sehr freuen.

Ohne großes Getöse hast du wichtige Spuren in meinem Leben hinterlassen. Es ist mir eine Ehre, Deine Tochter zu sein. Ich liebe Dich.


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Ein Kommentar zu “Für all die Lieben, die uns so fehlen

  1. Pingback: Weltkrebstag | Creative Look

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